Der glykämische Index, kurz GI, ordnet kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln einen Wert zu, der beschreibt, wie schnell und stark sie im Vergleich zu reinem Traubenzucker den Blutzuckerspiegel ansteigen lassen. Lebensmittel mit hohem GI lassen den Blutzucker schnell steigen, solche mit niedrigem GI eher langsam und gleichmäßig.
Im Müsli spielt der GI vor allem bei der Wahl der Basis eine Rolle: Haferflocken mit ihrem hohen Beta-Glucan-Anteil haben tendenziell einen niedrigeren GI als stark verarbeitete, gepuffte oder stark gesüßte Zutaten wie Cornflakes. Auch die Kombination zählt, da Eiweiß, Fett und Ballaststoffe aus Nüssen, Samen oder Joghurt den Blutzuckeranstieg einer ganzen Mahlzeit zusätzlich abmildern können. Wichtig ist dabei, dass der GI eines einzelnen Lebensmittels für sich genommen wenig über die tatsächliche Wirkung einer ganzen Mahlzeit aussagt, da Kombination und Menge der übrigen Zutaten das Ergebnis deutlich verändern können.
Wie Ballaststoffe hierbei wirken, erklärt der Eintrag Ballaststoffe, mehr zu Beta-Glucan im Eintrag Beta-Glucan. Praktische Hinweise zur Zusammenstellung eines ausgewogenen Frühstücks bietet der Beitrag Müsli-Frühstück planen.
