Ahornsirup entsteht, indem der im Frühjahr austretende Saft bestimmter Ahornarten gesammelt und durch Einkochen stark eingedickt wird, bis der überwiegende Wasseranteil verdunstet ist. Zurück bleibt ein dünnflüssiger, dunkelbrauner Sirup mit einem charakteristischen, leicht rauchig karamelligen Aroma, das sich deutlich von neutralem Zuckersirup unterscheidet.
Im Müsli eignet sich Ahornsirup gut zum Süßen von selbst gemachtem Granola oder Porridge, da sich das Aroma beim Rösten im Ofen zusätzlich entfaltet. Chemisch besteht er größtenteils aus Haushaltszucker und Fruchtzucker und zählt damit wie andere Sirupe als zugesetzter Zucker, auch wenn er in kleinen Mengen ein intensives Aroma liefert. Für Vergleiche zwischen Produkten lohnt sich der Blick auf die tatsächliche Zuckermenge, nicht auf die Bezeichnung als Naturprodukt. Echter Ahornsirup wird in Güteklassen eingeteilt, die sich vor allem in Farbe und Intensität des Aromas unterscheiden, wobei dunklere Klassen meist kräftiger schmecken und sich besonders gut zum Rösten von Granola eignen.
Eine Anleitung zum Rösten mit Sirup findet sich im Beitrag Granola selber machen. Wie sich der Gesamtzuckergehalt im Müsli einschätzen lässt, erklärt Müsli ohne Zucker, verwandte Süßungsmittel zeigt der Eintrag Honig.
